Konkurrenzdruck
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Nichts ist so Beständig wie der Wandel!
(Was Sie tun können, um ins Geschäft zu kommen und darin zu bleiben)
Allgemeiner Rückgang der Aufträge im Musikgeschäft, wachsender Konkurrenzdruck, kostenintensive innovative Technik - alles Dinge, die Sie nicht beunruhigen brauchen.
Als stolzer Besitzer dieser Abhandlung optimieren Sie Ihr Geschäftsverhalten, indem Sie Tips und Hinweise konsequent anwenden.
Das würden Sie gerne, sagen Sie, wenn denn die Aufträge ´mal endlich eintrudeln würden?
Dann wird es höchste Zeit, daß Sie sich aktivieren.
1. Die ersten Schritte
Die beste und preiswerteste Werbung für Musiker ist die Mund-zu-Mund-Propaganda.
Analysieren Sie Ihren Freundeskreis, Ihre Verwandtschaft, Ihre Berufskollegen. Wo könnten Hochzeiten, runde Geburtstage, Silberhochzeiten, Straßenfeten oder ähnliche Veranstaltungen anstehen? Scheuen Sie sich nicht, auf potentielle Veranstalter zuzugehen.
Angst vor möglichen Absagen? Kennen Sie nicht. Sie bieten eine Dienstleistung an, die jedem Vergleich standhalten kann. Aus diesem Grund werden Sie auch einen Multiplikator von mindestens 2 oder 3 haben. Bei Musikern, die diesen Faktor nicht erreichen, stimmt entweder mit der Präsentation, dem Bühnenverhalten oder dem Programm etwas nicht. Aber das tangiert Sie nur peripher, denn s. o.!
2. Werbung während der VeranstaltungDa Sie als Musiker nach einer gelungenen Veranstaltung von der Weiterempfehlung leben, haben Sie natürlich ausreichend und gut gemachte Visitenkarten dabei, die Sie unters Volk bringen können.
Als Ergänzung hierzu eignen sich besonders Präsentationen mit Fotos von Ihnen und Ihren Partnern, die auch Informationen über Sie (z. B. Besetzung) enthalten sollten. Eine professionelle Gestaltung ist in diesen Bereichen von äußerster Wichtigkeit.
Die Präsentation könnte beispielsweise in die Hochzeitszeitung, die häufig an die Gäste verteilt wird, integriert werden. Dies muß allerdings bereits in der Vorbereitungsphase in die Wege geleitet werden.
Die meisten Veranstaltungen werden heutzutage von Amateur-Spielbergs gefilmt. Achten Sie darauf, daß bei dem Schwenk über Sie und Ihre Anlage auch die (ins DIN A 3 Format vergrößerte) Präsentation lange genug ins Bild kommt. Auch hier sollten Sie vorher mit den „Regisseuren“ locker ein paar Takte reden.
Mit Adresse und Telephonnummer bedruckte Feuerzeuge, Kugelschreiber oder Flaschenöffner sind weitere Werbemittel, die Sie bei Interessenten nachhaltig in Erinnerung rufen. Diese Artikel haben einen relativ hohen Gebrauchswert und Sie können sie für Pfennigbeträge käuflich erwerben.
Die absolute Krönung der Eigenwerbung ist eine Demo-CD oder Kassette, auf der Sie einige Ihrer Sahnestückchen präsentieren und für die Nachwelt konservieren können. Die werden erfahrungsgemäß in Partykellern gespielt und auch bei Interessenten herumgereicht, nach dem Motto: „Du, ich kenn´ da einen supertollen Musiker...“
3. Die Zeitungswerbung
Besonders am Anfang sollten Sie regelmäßig in den lokalen Zeitung unter „Verschiedenes“ inserieren. Hier reichen allerdings kostengünstige Fließtextanzeigen (etwa: Dynamisches Tanzmusikduo sorgt für Riesenstimmung auf Ihrer Feier. Tel. xxx).
Rechnen Sie nicht mit besonders großer Resonanz, die Konkurrenz ist gerade in den Anzeigenspalten der Tageszeitung gut vertreten. Erhalten Sie eine Anfrage, entscheidet (wie Sie bereits wissen) allein Ihr Telefonverhalten über die Vergabe des Auftrags. Selbstverständlich erhalten Sie den Zuschlag und der Multiplikator ... (siehe oben).
4. Die Künstlerdienste
Viele Musikerkollegen wissen nicht, daß es neben den kommerziellen Agenturen auch bei den Landesarbeitsämtern Künstlerdienste gibt, so z. B. in Hannover. Hier werden Künstler der verschiedensten Couleur, wie Bands, Einzelmusiker oder auch Profis aus dem Showgeschäft, vermittelt.
Besonders gut: Die Serviceleistungen dieser Vermittlungen ist kostenfrei. Sie bewerben sich, indem Sie ein Demo und eine Präsentation abschicken und werden, wenn beides überzeugend gewirkt hat, in die Kartei aufgenommen.
Wie Sie im Geschäft bleiben
Eine der golden Regeln im Werbegeschäft lautet:
Sich immer wieder in Erinnerung bringen.
Bemächtigen Sie sich Ihres Terminplaners und markieren sich die Jahrestage von den Feiern, bei denen Sie aufgetreten sind. Eine gutgemachte Glückwunschkarte zum 1. Hochzeitstag, zum 51. Geburtstag oder zum Jahrestag des Vereinsjubiläums ruft Sie ins Gedächtnis zurück. Der nächste Auftrag winkt.
Ein wichtiges Argument für ein Folgeengagement ist Ihre persönliche Preisgestaltung. Sie könnten jetzt Vergleiche zwischen Ihren Preisen und denen der Konkurrenz anstellen, Mittelwerte bilden und hoffen, daß dann alles schon irgendwie stimmt.
Weit gefehlt! Der Kasus Knacktus ist folgender:
Der Veranstalter muß das Gefühl haben, daß das Verhältnis von Preis und Gegenwert, also die von Ihnen erbrachte Dienstleistung, eindeutig stimmt. Jeder Veranstalter erwartet für sein gutes Geld - wir reden hier schließlich von vierstelligen Beträgen - eine ganz besondere Leistung. Auch noch so gut gemachte Musik pur anzubieten, reicht in keinem Fall. Gut gemachtes Entertainment, die Einbindung von Gastkünstlern, eine hervorragende Bühnenshow mit Lichteffekten und ein auf die Gäste zugeschnittenes Programm verstehen sich von selbst.
Und - der Veranstalter ist an diesem Tag der wichtigste Mensch auf der Welt. Es gehört zu Ihren Aufgaben, dieses Gefühl in Gesprächen vor, während und nach der Veranstaltung zu vermitteln.
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Werbung in Schaumburg


