In und Out

10 g

Des Pudels Kern

(Zum guten Schluß)

Out ist:

Der nicht-kommunikative, sein Instrument mehr oder weniger gut beherrschende Alleinunterhalter, der sein Programm ohne auf die Stimmungslage der Gäste zu achten abspult.

In ist:      

Der Entertainer, der sein Publikum analysiert und in die Show integriert, indem er es aktiviert (wie Sie das umsetzen, wissen Sie jetzt).
Selbstverständlich beherrscht er sein Equipment, ist ein ausgezeichneter Moderator und bietet eine optimale Bühnenoptik mit einer adäquat dimensionierten Übertragungsanlage und Lightshow.
Natürlich und selbstbewußt läßt er besondere, persönliche Qualifikationen in die Gestaltung des Abends einfließen. Ich rede hier von Showeinlagen als Bauchredner, Illusionist oder Multiinstrumentalist, je nach Möglichkeit.
Auch der Einsatz von moderner Technik versteht sich von selbst. Stellen Sie sich die Situation vor, in der Sie sich mit einem Funkmikrophon und Akkordeon oder einer Gitarre ausgestattet  ins Publikum begeben, um z. B. zu einer Polonaise zu animieren.
Vorher haben Sie den Sequenzer mit der selbstprogrammierten
Musik gestartet...

Irritation und ungläubiges Staunen bei Veranstalter, Wirt und einigen Gästen. Automation in Perfektion?

Schließlich haben Sie ja im Vertrag auf vorproduzierte Begleitung  hingewiesen, sagen Sie? Ist es nicht letztendlich entscheidend, sein Publikum zu begeistern, wie auch immer?
Mir jedenfalls entlockt das Szenario einen leichten Schauer. Und hier folgt das Plädoyer für Duos und Kleinbesetzungen.

Schaumburger Trachtentruppe

Das persönliche Motiv:
Die Vorteile einer gut funktionierenden, partnerschaftlichen Beziehung (nein, wir sind kein Eheberatungsinstitut) liegen auf der Hand: Fragen der Kreativität und Arbeitsteilung können gemeinsam gelöst werden. Dies betrifft nicht nur die Vorbereitungs- und Übungsphase, sondern in besonderem Maße auch den Auftritt selbst. Hier steht man nicht mehr als Einzelkämpfer vor überraschend auftauchenden Problemen, sondern greift auf die geistige und musikalische Potenz und die Eingebungen seiner Partnerin oder seines Partners zurück.

Das geschäftliche Motiv:
Die Qualität des Gesangs entscheidet häufig über Wohl und Wehe bei des Volkes Urteils hinsichtlich der Leistungsfähigkeit des Musikers. Als Zweierbesetzung haben Sie die Möglichkeit, mit zweistimmigem Gesang zu glänzen, als Alleinunterhalter müssen Sie sich mit synthetischen Krücken (Harmonizer, Vocoder, Vocalist) zufriedengeben. Aber auch wechselnder Sologesang in unterschiedlichen Stimmlagen bringt eine interessante Färbung in die Angelegenheit. 
Die geschäftsschädigende, eingangs beschriebene  Situation ist überhaupt nicht mehr notwendig: Der Gitarrist oder Saxophonist  bewegt sich schwungvoll in die tobende Menge, während der Keyboarder auf der Bühne bleibt und die Technik voll im Griff hat. Apropos Bühne: Ein Alleinunterhalter kann besonders auf größeren Bühnen und umfangreichem Equipment wie der Rufer in der Wüste wirken. Ein Duo bietet bei entsprechender Ausstattung eine deutlich bessere Optik und Bühnenpräsenz, insbesondere dann, wenn die Gewichtung Publikum - Entertainer stimmt. Ein Alleinunterhalter oder besser Soloentertainer kann auf einer Familienfeier mit 50 bis 60 Gästen leicht den Überblick behalten. In großen Sälen, also solchen, die mehr als 80 Gäste fassen, wird er in jeder Beziehung schnell an seine Grenzen stoßen.  Hier beginnt die Domäne der Kleinbesetzungen, die sich natürlich eine entsprechend dimensionierte Anlage zulegen müssen. Investitionen in dieser Größenordnung rentieren sich in der Regel für Soloentertainer nicht.
Die Quintessenz? Persönliche Motive interessieren Veranstalter überhaupt nicht. Treffen sie beim Engagement eine Entscheidung zugunsten eines Duos, erwarten sie, daß bei der Feier wesentlich
„mehr ‘rüber kommt“, als beim Soloentertainer. Diese diffuse Erwartungshaltung läßt sich konkretisieren: Gemeint sind optimale Präsentation, musikalisches Können, kristallklare Musikübertragung und hervorragendes Entertainment.

Schaumburger Entertainer

 

Gestaltung & Realisation: konzept-werbeartikel